Aus dem GER-Projekt wird ein selbstständiges Unternehmen
Arian G. (12. Klasse) hat seine Wirtschaftspreis-Idee in einer wirklichen Firma umgesetzt - und wurde als Schüler zum erfolgreichen Unternehmer.
Meine Beteiligung bei dem GER-Wirtschaftspreis 2010 hat mich stark dazu beeinflusst, unternehmerisch aktiv zu werden. Meine Gruppe hatte das fiktive Unternehmen „EnergyStorm” entwickelt, welches von Restaurants benutztes Pflanzenöl abschleppt, filtert und letztendlich als Treibstoff für Dieselfahrzeuge durch Ölkonzerne wie z.B. Shell verkauft.
Im Verlauf der Entwicklung des Konzepts wurde ich immer mehr von der Idee begeistert. Außerdem gefiel es mir, mit anderen Schülern an solch einem großen und detaillierten Projekt zu arbeiten und es zu leiten. Nach den finalen Präsentationen vor der Jury des GERs hatte ich nun das Bedűrfnis, die Idee in der Praxis zu sehen und selber die Idee umzusetzen.
Im folgendem Sommer erwarb ich eine Position bei Storm Oil, LLC. Storm Oil ist ein Konzern in Washington, DC, der quasi unser Konzept von EnergyStorm umsetzt und auch simultan zu unserem Projekt fundiert wurde. Ich war bloß der zweite Angestellte und arbeitete täglich mit dem Chef zusammen. Es gab zu der Zeit aber keine Positionsgrenzen, also hatten ich, mein Kollege und mein Chef die gleichen praktischen Aufgaben: Täglich fuhren wir im LKW durch die Region, schleppten 1000 Gallonen Öl ab und filterten es. Es war für mich relativ erfüllend zu sehen, wie meine damaligen fiktiven Konzepte im praktischen Wirtschaftsleben umgesetzt wurden.
Im Hinblick auf unser Projekt sah ich nun auch viele Verbesserungsmöglichkeiten und erhielt ein viel besseres Verständnis des Pflanzenölmarktes. Ich hielt nach dem Sommer weiterhin Kontakt zum Chef und begann im Laufe der Zeit im Konzern eine Lücke zu erkennen: Es gab einen Mangel an Verkaufskräften. Da ich mich jetzt im Geschäft auskannte, kam ich mit dem Chef zu einer Vereinbarung, im Sommer als selbstständiger Unternehmer Verträge mit neuen Kunden für Storm Oil zu schließen und die benötigten Serviceeinrichtungen zu koordinieren, wie z.B. die Lieferung des Pflanzenölbehälters.
In dieser Position arbeitete ich nach meinen eigenen Zeitplan und verdiente kein Gehalt, sondern die Kommission für mein Verkäufe. Meine Materialien musste ich auch selbst verwalten und organisieren. Ich war in meiner Praxis vollkommen unabhängig. Für mich war dies eine komplett neue Erfahrung im Verkauf tätig zu sein und ein reales Produkt bei realen Kunden zu vermarkten. Auch hatte ich noch nie selbständig ein Projekt geleitet, bei dem es um konkreten Umsatz ging.
Im Verkauf hatte ich am Beginn Schwierigkeiten, doch nach einigen Rückschlägen lernte ich bessere Verkaufsmethoden. Ich schloss nun regelmäßig Verträge ab und begann adäquaten Erfolg zu haben.
Für mich war diese Erfahrung sehr wichtig, denn ich lernte Regeln, die für den Erfolg als Unternehmer wichtig sind. Ohne Verkaufsfähigkeiten des Unternehmers kann selbst die beste Idee erfolglos bleiben. Ich habe mir selbst bewiesen, dass ich diese Fähigkeit besitze, und meine Erfahrung macht mich nur optimistischer für eine erfolgreiche Karriere als Unternehmer.
Arian G.



